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Gert Loschütz 
Ein schönes Paar

Gert Loschuetz – Ein schönes Paar
Beim Ausräumen seines Elternhauses stößt der Fotograf Philipp auf einen Gegenstand, der in der Geschichte seiner Eltern eine entscheidende Rolle gespielt hat. Die beiden, Herta und Georg, waren ein schönes Paar. Philipp erinnert sich an ihr junges Liebesglück, ihre Hoffnungen und Gefährdungen, an die überstürzte Flucht seines Vaters aus der DDR in den Westen. Das hätte, da ihm die Mutter und der Junge ein paar Tage später folgten, der Beginn eines erfüllten Lebens sein können, tatsächlich aber trug die Flucht den Keim des Unglücks in sich. Nach und nach geht Philipp das Paradoxe der elterlichen Beziehung auf: Dass es die Liebe war, die ihre Liebe zerstörte. Damit aber ist die Geschichte, die auch sein Leben überschattet hat, nicht vorbei. Am Ende stellt er fest, dass Herta und Georg all die Jahre über miteinander verbunden waren, auf eine Weise, die sie niemandem, nicht einmal sich selbst, eingestehen konnten.
Loschütz’ Roman über Liebe und Vergänglichkeit vor dem Hintergrund der deutschen Teilung, zeigt, dass die jüngste deutsche Geschichte noch lange nicht zu Ende erzählt ist, sondern dass sie im Gegenteil enormes literarisches Potenzial birgt.
   
Gert Loschuetz © Bogenberger-Autorenfotos.com
© Bogenberger/autorenfotos.com
  Gert Loschütz, 1946 in Genthin (Sachsen-Anhalt) geboren, arbeitet seit 1970 als Schriftsteller (auch für das Theater und den Hörfunk). Er erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, unter anderem den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis (1986) und den Rheingau Literaturpreis (2005). Es erschienen zuletzt die Erzählungen Das erleuchtete Fenster (2007). Gert Loschütz lebt mit seiner Familie in Berlin.


Dienstag,
24. April 2018 
19.30 Uhr
 
7,-/5,- €

Seidlvilla
Nikolaiplatz 1b
80802 München
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