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Gert Loschütz
Besichtigung eines Unglücks – Ballade vom Tag, der nicht vorüber ist

Gert Loschütz – Besichtigung eines Unglücks

  

Im Dezember 1939 kommt es vor dem Bahnhof von Genthin zum schwersten Zugunglück, das sich jemals auf deutschem Boden ereignet hat. Zwei Züge prallen aufeinander, zahlreiche Menschen sterben. In einem davon sitzt Carla, die schwer verletzt überlebt. Verlobt ist sie mit Richard, einem Juden aus Neuss, aber nicht er ist ihr Begleiter, sondern der Italiener Giuseppe Buonomo, der durch den Aufprall ums Leben kommt. Das Ladenmädchen Lisa vom Kaufhaus Magnus erhält den Auftrag, der Verletzten, die bei dem Unglück alles verloren hat, Kleidung zu bringen. Aber da gibt Carla sich bereits als Frau Buonomo aus. Was versucht sie zu verbergen?

Von diesem mysteriösen Vorfall erfährt viele Jahre später Lisas Sohn Thomas Vandersee, dem die Mutter zugleich ihre eigene Liebes- und Unglücksgeschichte erzählt. Kann er Carlas Geheimnis ergründen? Hängt es womöglich mit seiner eigenen Familie zusammen?
Vor dem Hintergrund einer historischen Katastrophe erzählt der Romancier Gert Loschütz eine große, unter die Haut gehende Geschichte von Liebe und Verrat und wurde dafür von Literaturkritik sowie Buchhandel hochgelobt und mit dem Wilhelm-Raabe-Preis 2021 ausgezeichnet.
 
Weiterer Gegenstand des Abends ist der neu aufgelegte Text „Ballade vom Tag, der nicht vorüber ist“ – ein Meisterwerk des Autors, das nach 30 Jahren nichts an Gegenwärtigkeit eingebüßt hat.

   
Gert Loschütz
© Privat
  Gert Loschütz, 1946 in Genthin geboren, hat Erzählungen, Romane, Gedichte, Hörspiele, Theaterstücke und Filmdrehbücher geschrieben. Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Ernst-Reuter-Preis, dem Rheingau Literatur Preis und zuletzt dem Wilhelm-Raabe-Preis.
Der Autor lebt mit seiner Familie in Berlin.

Lesung und Gespräch mit Wilhelm-Raabe-Preisträger Gert Loschütz
Moderation: Dieter Heß

Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Mit Unterstützung von Bayern liest e.V. und der Hans Dieter Beck Stiftung.

Kartenreservierung: 089 129 06 77

14. Juli 2022
19.30 Uhr
 
Eintritt: 7 € | ermäßigt 5 € | Jahreskarte 32,- €

Seidlvilla
Nikolaiplatz 1b
80802 München
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