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Markus Ostermair
Der Sandler

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Im September 2020 ist Markus Ostermairs Debütroman "Der Sandler" erschienen. Darin wird eine Geschichte erzählt, die eigentlich gar nicht erzählt werden darf. Sie handelt von der Scham des sozialen Abstiegs – und diese Scham macht die Betroffenen schweigen. Einer von ihnen ist Karl Maurer. Er mäandert durch die Stadt, besucht Suppenküchen und Kleiderkammern und manchmal wird er von den Bildern seines früheren Lebens eingeholt – von seiner Frau und seiner kleinen Tochter, der Zeit als Mathematiklehrer. Gleichzeitig durchstreift auch sein Freund Lenz die Stadt auf der Suche nach ihm. Lenz, ein Zettelschreiber und Utopist, merkt, dass es mit ihm zu Ende geht. Er will Karl seine unfertigen Notizen vermachen und den Schlüssel zu seiner Wohnung, die er geerbt hat. Die Wohnung könnte eine Chance für Karl sein, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Und dann ist da noch Kurt, ein Haftentlassener, der stets den Angriff für die beste Verteidigung hält – auch er merkt, dass er sein Leben ändern muss...
   
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© Fabian-Frinzel
  Für sein realistisches und vielschichtiges Bild des Alltags der Obdachlosen auf den Münchner Straßen erhielt Markus Ostermair den Tukan-Preis 2020.
„Statt die harte Realität in wohlfeilem Realismus auszustellen, evoziert Markus Ostermair sie in einer präzise gestalteten, an Döblin geschulten Sprache, die seinen Figuren Würde gibt, ohne ihnen falsche Nähe aufzuzwingen, ohne zu urteilen oder zu verklären. Aus wechselnden Blickwinkeln, genauer Beobachtung und mäandernden Gedankenströmen, mal poetisch, mal rau verdichtet, schafft er die eindrucksvolle Innenschau einer gesellschaftlichen Außenperspektive. Ein wichtiger, kraftvoller Roman über Ausgrenzung und Selbstbehauptung – auf dem dünnen Firnis unserer so sicher geglaubten Welt.“ (Aus der Jurybegründung).

Markus Ostermair, geboren 1981, arbeitet seit seinem Studium der Literaturwissenschaft als Übersetzer, Texter und Lehrer für Englisch sowie Deutsch als Fremdsprache. Seine Auseinander-setzung mit dem Thema Obdachlosigkeit begann in der Bahnhofsmission München als Zivildienstleistender. Er nahm an der Bayerischen Akademie des Schreibens teil und erhielt für „Der Sandler“ diverse Stipendien und Förderpreise, darunter das Literaturstipendium der Stadt München und ein Residenzstipendium auf Schloss Wiepersdorf. Der Roman ist im Osburg Verlag erschienen.

Moderation: Dieter Heß
In Kooperation mit: Buch in der Au

Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Mit Unterstützung von Bayern liest e.V. und der C.H.Beck Stiftung.

Bitte beachten Sie die besonderen Maßnahmen gegen die Ansteckung mit dem Corona-Virus:
In der gesamten Seidlvilla gilt die Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen.
Vom Besuch der Veranstaltungen ausgeschlossen sind Personen, die in den letzten 14 Tagen vor der Veranstaltung wissentlich Kontakt zu einem mit SARS-CoV-2 Infizierten oder Kontakt zu einem an COVID-19 Erkrankten hatten oder selbst Symptome aufweisen, die auf eine COVID-19-Erkrankung hindeuten können.

Die Besucherzahl ist beschränkt. Daher bieten wir zwei Termine an.

Der Besuch einer Veranstaltung ist nur nach vorheriger Anmeldung per Mail oder telefonisch möglich. Bitte nennen Sie die Uhrzeit der Lesung, an der Sie teilnehmen möchten.

Kartenreservierung:
Telefon 089 129 06 77 oder per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

21. Juli 2021
18.00 Uhr
und
20.00 Uhr
Eintritt: 7 € | ermäßigt 5 € | Jahreskarte 32,- €

Seidlvilla
Nikolaiplatz 1b
80802 München
Lageplan


 

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