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Svenja Leiber
Kazimira

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Ein abgelegener Ort am Baltischen Meer, Ende des 19. Jahrhunderts. Kazimira bringt ihrem Mann Antas angeschwemmten Bernstein vom Strand jenseits der Düne. Er ist der begabteste Dreher in der Gegend. Das weiß auch Moritz Hirschberg, Eigentümer des Bernsteinwerks am Weststrand. Antas wird einer seiner wichtigsten Arbeiter, Kazimira muss sich um Haus und Kind kümmern, obwohl sie arbeiten will wie ihr Mann. Als das Wagnis des Untertagebaus sich endlich auszahlt und die Grube zum Erfolg wird, werden jedoch nicht nur Neid und Missgunst, sondern auch Antisemitismus und Nationalismus laut im Kaiserreich. Und Kazimira muss erfahren, dass sie ihren Weg allein zu gehen hat, erst recht, als die Hirschbergs vertrieben werden und ihr Sohn am Ersten Weltkrieg zerbricht. Sie bleibt bei der leeren Grube, einst Ort des Wohlstands und Fortschritts, wohnen und wird Jahrzehnte später, am Ende des Zweiten Weltkriegs, letzte Zeugin deutscher Verbrechen. In „Kazimira“ erzählt Svenja Leiber vom größten Bernsteinabbau der Geschichte. Im Aufstieg und Verfall der ‚Annagrube‘ und in ihrem Nachwirken im heutigen Russland spiegeln sich drängende Fragen: Woher rühren Hass und Gewalt? Was geschieht, wenn Leben für unwert erklärt wird?
   
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© Stefan Klüter
  Svenja Leiber, 1975 in Hamburg geboren, wuchs in Norddeutschland auf und verbrachte als Kind einige Zeit in Saudi-Arabien. Sie studierte Literaturwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte und wohnt heute in Berlin. 2005 debütierte sie mit dem Erzählungsband „Büchsenlicht“, 2010 folgte der Roman „Schipino“. Im Suhrkamp Verlag erschien 2014 „Das letzte Land“ und 2018 „Staub“. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, darunter den Förderpreis des Bremer Literaturpreises (2006) und den Kranichsteiner Literaturförderpreis (2007) und den Werner Berggruen-Preis (2009).

Moderation: Eberhard Falcke

 

Bitte beachten Sie die besonderen Maßnahmen gegen die Ansteckung mit dem Corona-Virus:

Es gilt die 3G-Regel, d.h. es können nur geimpfte, getestete oder genesene Personen an der Veranstaltung teilnehmen.
In der gesamten Seidlvilla gilt die Pflicht, eine medizinische Maske zu tragen. Vom Besuch der Veranstaltungen ausgeschlossen sind Personen, die in den letzten 14 Tagen vor der Veranstaltung wissentlich Kontakt zu einem mit SARS-CoV-2 Infizierten oder Kontakt zu einem an COVID-19 Erkrankten hatten oder selbst Symptome aufweisen, die auf eine COVID-19-Erkrankung hindeuten können.

Die Besucherzahl ist weiterhin beschränkt. Daher melden Sie sich bitte vorab telefonisch oder per Mail an.

Kartenreservierung: 089 129 06 77 oder per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Aufgrund der begrenzten Teilnehmer:innen-Anzahl können die Masken auf den Plätzen abgenommen werden.

Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Mit Unterstützung von Bayern liest e.V. und der Hans Dieter Beck Stiftung.

18. Oktober 2021
19.30 Uhr
 
Eintritt: 7 € | ermäßigt 5 € | Jahreskarte 32,- €

Seidlvilla
Nikolaiplatz 1b
80802 München
Lageplan




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